Schwentner arbeitet streng unsystematisch, nach dem Prinzip der freien
Assoziation, sprunghaft, fluktuativ, jedes Thema bzw. die etwas intensivere
Befassung mit einem solchen meidend, derartiges geradezu flüchtend,
nur kurze Gedanken fassend und sofort wieder verwerfend, zu keiner fixen
oder konstruktiven Vorgangs-oder Arbeitsweise fähig, wenn er wo hin
sieht, denkt er schon an etwas anderes, was kaum oder keineswegs mehr
mit dem ursprünglichen Objekt seiner Beschäftigung zu tun hat,
galoppierende Gedanken, inflationär, die Gedanken gehen durch
(Ideendiarrhoe), ausufernd in Breite und Fülle der Bewusstseinsflut,
weniger als eine Art Strom, also gleichmäßig und ruhig, kompakt
dahinfließend, vielmehr einem kleinen Bächlein gleich, das
scheinbar ungezielt und zufällig über den Hang sprudelt, im
Tierreich vergleichbar mit einem Schmetterling, der in raschen Flügelschlägen,
nicht erklärbaren Flugbewegungen hektisch von Blüte zu Blüte
flattert, es bleibt nie etwas substantiell Gehaltvolles zurück, nur
lauter oberflächliche Spuren, Splitter, Scherben, zum Zusammenfügen
ungeeignet, da immer wichtige Konstruktionsteile fehlen, in jeden Gedanken
fließt schon das nachher ein, das vom Verwerfen des
Gedankens bis zum Zerfall des Objektes reicht, das Ende schon
vor sich, demotiviert zum Weitermachen, fängt er alles an, macht
nichts fertig. Handwerklich arbeitet Schwentner ohne Anspruch, schlampig,
ihm ist allein das lustvolle, schnelle Umsetzen wichtig, sonst
ist alles egal (Zitat). Eine zusammenfassende Charakteristik
Schwentners ist schwierig.
(Schwentner über Schwentner) |