ERWIN SCHWENTNER

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Was geht mir so durch den Kopf?

 

Über die verschiedenen „Flüsse“ im Denken.


Ich nenne sie einfach „verschiedene Flüsse“, diese sprudelnden Bild- und Gedankensequenzen in mir. Es hat oft mit der „realen“ Umgebung nichts zu tun, da tauchen seltsame Gedanken, Bilder, Fantasien auf. Ungerufen? Was führt zu diesen Assoziationen, zu diesen „Wachträumen“? Warum kann mein „Hirn“ nicht einfach Ruhe geben und sucht rastlos nach Neuem, das mich irritiert. Will „ich“ das überhaupt. Als „Künstler“, der ich auch bin, fühle ich mich dann jedenfalls dazu aufgerufen, diesen Impulsen nachzugeben. Ich „sehe“ eine Skulptur vor mir, wie eine sogenannte Fata Morgana, aus dem „Nichts“, meinem Hirn, aufgestiegen zu einem beeindruckenden Bild. In mir bilden sich Wörter, Sätze, Beschreibungen, ich „lese“ sie, höre sie, „spüre“ sie. Sie enden nicht mehr und drängen „heraus“, wie PU-Schaum, der in einem Hohlraum immer mehr aufquillt und nach einem Loch sucht, durch das er sich weiter ausbreiten kann. Das Ganze wird immer konkreter, schon wie eine Werkbeschreibung. Dann kommen aber auch noch Bedenken, Einwände, obwohl nichts konkretisiert wurde. Soll ich dieses Bild „haben“, diese Gedanken, sollte ich sie nicht besser verwerfen, immer gleich „verdrängen“? Aber da geht fast nichts zu steuern, das Hirn „spielt verrückt“ und arbeitet, produziert, fantasiert weiter. Fast möchte ich sagen: Mein Hirn spielt gegen mich. Und es gewinnt meist. Ist das schon ein Anflug von Schizophrenie? Doch nicht, schließlich komme ich zur Ruhe und realisiere das, was mich bedängt hat. Die Arbeit an einer Skulptur beruhigt. Es ist, als ob ich den bösen Geist in mir besiegt hätte. Die Ideen sind „gebannt“, das Hirn gibt Ruhe, nur mehr die Hände verarbeiten das, was sie zuvor als Befehle bekommen haben. Ich sehe, wie die Arbeit voran schreitet. Ich sehe die Skulptur wachsen, sehe . . . .