ERWIN SCHWENTNER

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Das „PROJEKT TEGETTHOFF“

Marburg/Maribor, Slowenien, ist 2012 Europäische Kulturhauptstadt. Österreich verbindet mit dieser Stadt seit der österreichischen Monarchie, in der die Region Marburg zur Steiermark gehörte, eine gemeinsame, sehr wechselhafte Geschichte, die bis zur „Wiedervereinigung“ in der Europäischen Union reicht.

Geschichte und Veränderung lassen sich am besten an Hand des Schicksals von Personen darstellen.

An der Person von Admiral Wilhelm von Tegetthoff lässt sich zeigen, wie eng diese Beziehungen waren und sind.

Tegetthoff wurde 1827 in Marburg geboren, wo seine Familie wohnte. Er besuchte die Kadettenschule in Venedig, trat in die österreichische Kriegsmarine ein und wurde zum Admiral ernannt. 1866 errang er seinen größten Erfolg, den Sieg in der Seeschlacht von Lissa (heute Vis, Kroatien) über die italienische Flotte. Tegetthoff starb 1871 in Wien, sein Leichnam wurde dann jedoch nach Graz überführt, wohin seine Familie gezogen war, und auf dem Leonhard-Friedhof begraben. In Pula, dem ehemaligen Kriegshafen der österreichischen Marine, wurde ein Tegetthoff-Denkmal errichtet. Nach dem 1.Weltkrieg wurde dieses Denkmal vorerst von den Italienern demontiert und Österreich erst 1935 nach Verbesserung der Beziehungen zu Italien überlassen. Das Denkmal wurde auf dem danach benannten Tegetthoff-Platz aufgestellt. Die Tegetthoff-Brücke führt über die Mur, die in die Marburg durchfließende Drau mündet.


Die Galerie Centrum plant 2012 in Zusammenarbeit mit der Stadt Marburg und insbesondere der Galerie Premzl, beheimatet im Nachbarhaus des Geburtshauses von Tegetthoff in Marburg, sowie anderen Einrichtungen eine umfangreichere „Sichtbarmachung“ dieser Geschichte Tegetthoffs und damit der bemerkenswerten geschichtlichen Entwicklung von politischen Beziehungen in diesem geopolitischen Bereich insgesamt, aber auch eine Auseinandersetzung mit dem Thema der Bedeutung großer „Kriegshelden“. Die Aktivitäten sollen sich von Tegetthoff-Ausstellungen in Marburg/Maribor und Graz bis zu Vorträgen und Musik (Grazer Marinechor Tegetthoff) erstrecken. Die Galerie Premzl verfügt über umfangreiches historisches Material zu diesem Thema, es sollen aber auch Grazer Quellen einbezogen werden. Das „Phänomen Tegetthoff“ soll schließlich vor allem aber auch aus zeitgenössischen Aspekten künstlerisch reflektiert werden.